Earth Day und Earth Week: Weltweite Aktionen zum Schutz unserer Umwelt |
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Earth Day Deutschland 1999 Allergien - Geißel der Zivilisationskrankheiten Die Earth Day-Bewegung ruft anläßlich des Earth Day (Tag der Erde) am 22. April 1999 auf zu Partnerschaften für die Aktionswochen im Jahr 1999, die unter dem Thema: "Ökologische Wende für ein zukunftsfähiges Gesundheitsverständnis" stehen.
Unter der Schirmherrschaft von Ingrid Biedenkopf und in Partnerschaft mit der Gmünder Ersatzkasse (GEK) in Schwäbisch Gmünd findet vom 5. bis 15. Juni 1999 eine durch 11 deutsche Städte führende "Allergie-Tour" statt. Ziel soll es sein, die breite Bevölkerung über die Zusammenhänge zwischen Umweltgiften und Allergien aufzuklären und Chancen zur Prävention aufzuzeigen. Mit einem unter der ärztlichen Leitung der Hautklinik der Universität Marburg stehenden und mit modernster Technik ausgestatteten Infomobil der GEK werden Fachärzte an zentraler Stelle in den Städten Tests durchführen, umfassend informieren und beraten. Zusätzlich finden Fachsymposien und öffentliche Diskussionen unter der Beteiligung von lokalen Umweltgruppen, Medizinern, Apothekern, Schulen, Hochschulen, den lokalen Agenda-21-Gruppen und der Presse u.a. statt. Sieben Jahre nach dem "Umweltgipfel" von Rio de Janeiro (UNCED) 1992 und 1 Jahr vor dem Jahr 2000 fordert die weltweit aktive Umwelt-Volksbewegung Earth Day, vertreten durch das Earth Day-Deutsches Komitee e.V., ein umfassendes Gesundheitsverständnis in den Mittelpunkt der lokalen "Agenda 21"-Aktionen zu stellen. Gesundheit ist entsprechend der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen, sondern ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Dabei sind Ganzheitlichkeit und Ökologie wesentliche Elemente einer Strategie der Gesundheitsförderung. Das Earth Day-Komitee weist auf alarmierende Meldungen der Krankenkassen in Deutschland hin: So kommt heute jedes fünfte Kind wegen einer Allergie zum Kinderarzt.
"96 Prozent aller Menschen kommen gesund zur Welt. Deshalb muß es unser oberstes Ziel sein, diese Gesundheit zu schützen und zu erhalten," sagt Earth Day-Präsident Thomas Dannenmann. Damit stehe bei der ökologischen Wende im Gesundheitsverständnis das Thema PRÄVENTION an erster Stelle. Denn der Mensch selbst sei an vielen krankmachenden Prozessen unmittelbar beteiligt und zwar auf lokaler Ebene wie bei globalen Prozessen. Earth Day-Deutsches Komitee fordert, dass die PRÄVENTION und Gesundheitsförderung - eng verzahnt mit der lokalen, regionalen, nationalen und globalen Umwelt-, Sozial- und Gesundheitspolitik - Vorrang erhalten und dass zukunftsfähiges Gesundheitsverständnis in engem Zusammenhang mit den ökologischen Brennpunkten innerhalb der lokalen "Agenda 21" in den Städten und Gemeinden als zentrales Feld gesehen wird. Bei der bundesweiten Allergie-Aktion im Juni 1999 werden vor allem auch die Schulen in Deutschland zur aktiven Teilnahme aufgerufen. Schulklassen können sich zu den angegebenen "Allergie-Tour"-Terminen im Juni mit der örtlichen GEK-Geschäftsstelle in Verbindung setzen.
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