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Das Projekt Treibhauseffekt am Institut Dr. Flad
Förderung erneuerbarerer Energien:
Von den rein technischen Voraussetzungen her könnten erneuerbare Energien in Deutschland erhebliche Teile unseres derzeitigen Energiebedarfs decken und damit die CO2-Ausstoß verringern. Da nicht alle Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien auch schon die Grenze zur Wirtschaftlichkeit erreichen, muß der Staat entsprechende Rahmenbedingungen setzen. Die Bundesregierung hilft, diese Techniken am Markt durchzusetzen und damit den Einsatz regenerativer Energien zu fördern.
Stromeinsparungsgesetz
Dieses Gesetzt verpflichtet die Elektrizitätswirtschaft, elektrische Energie aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz aufzunehmen und eine dafür festgesetzte Mindestvergütung zu zahlen.
Forschungsförderung
Für Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien wurden von 1980 bis 1999 rund 4 Mrd. DM aufgewandt. Dazu gehören unter anderem das 1.000-Dächer-Solarzellen-Programm mit 2.250 geförderten Photovoltaik-Anlagen und das 400 Mio. DM teure 250-MW-Windenergie-Programm, in dessen Rahmen bis Anfang 1997 1.600 Anlagen mit zusammen rund 400 MW Leistung gebaut wurden.
Investitionszuschüsse
Die Bundesregierung stellt als Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien über 100 Millionen DM Investitionszuschüsse zur Verfügung. Deutschland liegt hinter den USA auf Platz 2 bei der Windenergienutzung.
Öko-Zulage
Bei der Neuordnung der Wohnungsbauförderung wurde eine Öko-Zulage eingeführt für Niedrigenergiehäuser, deren Heizwärmebedarf um 25% unter den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung liegt. Eine weitere Zulage gibt es für den Einbau von Solarkollektoren, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnungsanlagen in Neubauten.
ERP-Sondervermögen
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet aus dem ERP-Sondervermögen zinsgünstige Kredite für die Nutzung erneuerbarer Energien an.
Information und Aufklärung
Mit Broschüren, Faltblättern und auf andere Wegen informiert die Bundesregierung regelmäßig über Entwicklungsstand und Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien sowie über die staatlichen Förderprogramme.
Möglichkeiten der Forst- und Holzwirtschaft zur Abmilderung des CO2-Anstiegs in der Atmosphäre
Kohlendioxid als Dünger
Der wichtigste Pflanzennährstoff ist das Kohlendioxid, aus dem im Prozess der Photosynthese Zucker entsteht, der wieder eine der Grundsubstanzen des organischen Lebens darstellt. Dieses Gas ist jedoch keineswegs in optimaler Konzentration in der Luft enthalten. Vergrößert sich der CO2-Anteil am Gasgemisch Luft, so nimmt das Wachstum der (meisten!) Pflanzen zu. Dieser Zusammenhang ist für Bäume schon 1968 von KOCH in Experimenten nachgewiesen worden.
Der Wald als Speicher für Kohlendioxid
Der Wald stellt eine Anhäufung von lebender und toter organischer Substanz dar. Wichtigstes Element darin ist der Kohlenstoff. In der lebenden Biomasse hat er einen Anteil von etwa 50%, und in der toten liegt er noch darüber. Dieser Kohlenstoff entstammt ausnahmslos aus der Luft, der er im Wege der Photosynthese entzogen worden ist. Alle Abbauvorgänge verwandeln den so gebundenen Kohlenstoff dann wieder in Kohlendioxid, das in die Atmosphäre zurückkehrt. Bei der Zersetzung toter organischer Substanz am Waldboden geschieht dies langsam, beim Verbrennen läuft der Prozess schneller ab.
Dieser Kreislauf ist außerdem gekoppelt mit Austauschprozessen, die zwischen der Atmosphäre und den Ozeanen bestehen, und zwar vor allem mit den oberflächennahen Wasserschichten. Atmosphäre, lebende Biomasse und oberflächennahe Wasser enthalten Kohlenstoffmengen ähnlicher Größenordnung.
Durch Verfeuerung von Kohle, Öl und Gas werden pro Jahr etwa 6 Mrd. Tonnen Kohlenstoff in Form von CO2 in die Atmosphäre freigesetzt, und durch die Zerstörung von etwa 17 Mio. ha Wald kommen noch einmal 1,5 Mrd. Tonnen hinzu. Insgesamt also erscheinen 7,5 Mrd. Tonnen Kohlenstoff pro Jahr zusätzlich zu den natürlichen Flüssen als Kohlendioxid in der Atmosphäre.
Nur etwa die Hälfte reichert sich in der Atmosphäre an. Die andere Hälfte wird im Meer gelöst oder in der terrestrischen Biosphäre festgelegt.
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