Earth Day und Earth Week: Weltweite Aktionen zum Schutz unserer Umwelt |
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Das Projekt Treibhauseffekt am Institut Dr. Flad Das Protokoll von Kyoto: Das Protokoll von Kyoto wurde im Dezember 1997 auf der dritten Sitzung der Konferenz der Vertragsparteien verabschiedet. Es schreibt den entwickelten Ländern rechtsverbindliche Ziele zur Begrenzung und Reduktion von Emissionen für die Zeit nach dem Jahr 2000 vor. Diese Länder verpflichten sich, ihre gemeinsamen Emissionen von sechs wichtigen Treibhausgasen, darunter CO2, bis zum Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens 5 Prozent zu reduzieren. Dieses Gruppenziel soll erreicht werden, indem unterschiedliche Länder in unterschiedlichem Maße Reduktionen vornehmen: Die europäischen Länder streben hierbei eine Reduktion ihrer Emissionen um 8 Prozent an. Die Vereinigten Staaten wollen die Treibhausgasemissionen um 7 Prozent, Kanada, Ungarn, Japan und Polen jeweils um 6 Prozent reduzieren. Rußland, Neuseeland und die Ukraine haben sich vorgenommen, ihre Treibhausausstöße auf dem derzeitigen Niveau zu stabilisieren. Dagegen können Norwegen, Australien und Island ihren Ausstoß um jeweils bis zu 1,8 bzw. 10 Prozent erhöhen. Diesen Punkt sollte man aber kritisch betrachten, da der niedrige Treibhausausstoß dieser Länder wünschenswert ist und als Vorbild für die Länder, deren Emissionsgrad besonders hoch ist, dienen sollte. Man könnte sich fragen, warum das Niveau der Stabilisierung nicht gleich niedriger gesetzt wurde, wenn die Möglichkeit dafür grundsätzlich vorhanden war. Das Problem bei der angestrebten Reduzierung besteht jedoch darin, daß die unverbindliche Vorgabe für die Industrieländer, nämlich ihre Emissionen für das Jahr 2000 auf das Basisjahr 1990 zu senken, noch längst nicht erfüllt worden ist. Das bedeutet, dass die tatsächliche Senkung der Treibhausgasemissionen um die vorgegebenen 5 Prozent bis zum Zeitraum 2008 bis 2012 zu erreichen, mindestens 20 Prozent betragen muß. Witziger Weise ist den Industrieländer erlaubt, untereinander Emissionsguthaben zu kaufen und zu verkaufen. Sie können ihren Treibhausgasausstoß auch dadurch senken, indem sie bestimmte Projekte, die dem Gesamtziel dienlich sind, in anderen entwickelten und Entwicklungs- ländern finanzieren. Dieser "Handel von Emissionen" erweist sich für Länder wie die Vereinigten Staaten als besonders willkommen. Sie brauchen ihren hohen Lebensstandard, der auf der Verschwendung fossiler Energieträger basiert, nicht zu senken und können auch noch die Emissionsreduktionsprojekte an heimische Unternehmen vergeben und somit die eigene Wirtschaft stärken. Diese "Emissionsschacherei" steht eindeutig im Widerspruch zum eigentlichen Ziel der Vertragsstaaten. |
Earth Day - 22. April
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