Earth Day und Earth Week: Weltweite Aktionen zum Schutz unserer Umwelt |
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Das Projekt Treibhauseffekt am Institut Dr. Flad Situation in Deutschland Wie versucht die Bundesrepublik Deutschland die CO2-Emission zu reduzieren? Ziel der deutschen Klimaschutzpolitik ist es die energiebedingten CO2-Emission bis zum Jahr 2005, bezogen auf das Basisjahr 1990, um 25% zu reduzieren. Die damalige Bundesregierung hatte bereits vor den Verhandlungen über die Klimarahmenkonventionen ein konkretes, auch im internationalen Vergleich beispielgebendes Klimaschutzprogramm eingeleitet. Seither ist es stetig weitergeführt und ergänzt worden. Diese Klimapolitik ermöglichte es, die bereits seit 1980 rückläufige CO2- Emission kontinuierlich weiter zu senken. Der CO2-Ausstoss verringerte sich von 1990-95 um 12%, stieg jedoch im darauffolgenden Jahr wegen 2 vorausgegangenen kalten Wintern wieder leicht an. Zu dem Rückgang hatte in den neuen Bundesländern der wirtschaftliche Umbau und der verringerte Einsatz CO2-intensiver Braunkohle sowie ein deutlicher Bevölkerungsrückgang beigetragen. In den alten Bundesländern zeigte sich die fortschreitende Entkopplung des ohnehin abnehmenden Wirtschaftswachstums vom Energieverbrauch, z.B. durch die zunehmende Nutzung von Abwärme und Wasserdampf in der Industrie (Kraft-Wärme-Kopplung) sowie der Einsatz des CO2-armen Erdgases zur Stromerzeugung in rückläufiger CO2-Emission. Allgemein kann man heute Energie besser ausnutzen und einsparen, was man z.B. daran sieht, dass die Kapazitäten der Wasserkraft in Deutschland zu 80% ausgeschöpft sind (EU-Durchschnitt 23%), aber auch an den Fortschritten, die die Automobilindustrie in Sachen Kraftstoffverbrauch gemacht hat. In Deutschland und EU-weit liegt der Durchschnittsverbrauch bei PKW´s um die 9L/100km (angestrebt bis 2008: 6L). Die sparsamsten Autos wie der Lupo von VW verbrauchen sogar nur knapp über 3L/100km. Und auch Stadtautos wie der Smart scheinen sich langsam durchzusetzen. Daran könnten sich andere Industrienationen ein Beispiel nehmen, besonders jene, in der manche Menschen am liebsten mit den 2 ½t Blech eines Pick-up´s unter dem Hintern zum Einkaufszentrum bewegen und dabei bis zu 25L/100km verbrauchen. Und somit wären wir beim Thema Ökosteuer, mit der sich die neue Bundesregierung nicht gerade beliebt gemacht hat. Neben Hasstiraden seitens der "Bild"-Zeitung hatte sie vor allem mit Gegenkampagnen der Opposition zu kämpfen. Die Akzeptanz der Bevölkerung für die Besteuerung ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Autofahren, ist im Allgemeinen recht gering. Dabei wird offensichtlich übersehen, dass der Durchschnitts-Benzinpreis in Deutschland im EU-Vergleich in der unteren Hälfte anzusiedeln ist. Viele unserer Nachbarn müssen also mehr für das Privileg der Mobilität bezahlen. Ebenfalls übersehen wird, dass die Ökosteuer nicht von irgendwelchen Öko-Fanatikern erdacht wurde, sondern auf einem marktwirtschaftlichen Konzept beruht. Es ging darum, eine Antwort auf die Frage zu finden wie man für den Verbrauch einer natürlichen Ressource, die sowohl immer knapper wird als auch der Regierung hohe Kosten verursacht, adäquate Preise festlegen kann. Man kann die Ökosteuer aber auch als eine Art Sondermüllabgabe sehen. Autofahren emittiert rund ein Viertel des CO2 in Deutschland. Die Autofahrer benutzen also die Atmosphäre als Endlager für ihr Abfallprodukt und müssen dementsprechend bezahlen. Es wäre wünschenswert, wenn die Akzeptanz der Bevölkerung für Umweltabgaben zunehmen würde.
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