Earth Day und Earth Week: Weltweite Aktionen zum Schutz unserer Umwelt |
|||||
![]() |
|||||
|
Earth Day-Jahres-Motto 2006:
Medizin: Mehr Diabetes durch Luftschadstoffe? Eher zufällig ist ein amerikanischer Mediziner auf einen statistischen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Diabetes gestoßen: In den US-Bundesstaaten steigt mit der Menge der ausgestoßenen Luftschadstoffe auch der Anteil der Diabetiker an der Bevölkerung. Laut Alan Lockwood von der University at Buffalo, New York, ist es extrem unwahrscheinlich, dass die von ihm gefundene Korrelation rein zufällig ist. "Die Wahrscheinlichkeit, dass kein Zusammenhang zwischen den beiden Variablen besteht, liegt bei etwa fünf zu Hunderttausend." Zwar bedeute dies nicht automatisch, dass zwischen Luftschadstoffen und Diabetes eine kausale Verbindung bestehe. Die Zahlen rechtfertigten jedoch weitere Untersuchungen, schreibt der Forscher im Fachblatt "Diabetes Care". In den letzten Jahren beobachten Gesundheitsexperten eine regelrechte Diabetes-Epidemie, die hauptsächlich auf die rapide steigende Häufigkeit von Diabetes Typ 2 zurückgeht, dem so genannten "Altersdiabetes". Als Hauptursachen gelten Übergewicht und Bewegungsmangel. "Umweltgifte, insbesondere Dioxine, sind ebenfalls als beteiligte Faktoren vorgeschlagen worden", schreibt Lockwood. Der Mediziner verglich die Daten über die Diabetes-Häufigkeit in den US-Bundesstaaten mit denen des Toxic Release Inventory (TRI), einer Schadstoff- und Abfalldatenbank der amerikanischen Umweltbehörde. Die statistische Analyse ergab einen starken Zusammenhang zwischen den zwei Faktoren. Im stark industrialisierten Ohio gibt das produzierende Gewerbe jährlich rund 67.000 Tonnen an Luftschadstoffen ab, 7,5 Prozent der Bevölkerung leiden dort an Diabetes. In Alaska mit knapp über 1.000 Tonnen Emissionen sind es dagegen 4,4 Prozent. "Die Natur des Zusammenhangs zwischen Luftschadstoffen und Diabetes muss noch geklärt werden", so Lockwood. Seiner Meinung nach könnten sich einige Schadstoffe jedoch im Fettgewebe übergewichtiger Personen anreichern und so zu der Entstehung der Krankheit beitragen. Die Idee eines möglichen Zusammenhangs kam dem Mediziner beim Zeitunglesen. Während er sich mit den TRI-Daten der Umweltbehörde beschäftigte, stieß er in der "New York Times" zufällig auf einen Artikel über die Diabetes-Häufigkeit in den US-Bundesstaaten. Der Artikel enthielt auch eine Grafik über die Staaten mit den höchsten Erkrankungszahlen. "Mir fiel auf, dass die Karte in der Times und die Karte der TRI-Daten sehr ähnlich waren", so der Mediziner.
|
Earth Day - 22. April
|
||||||||||||||||||||||||||||||